Es soll das nächste große Ding werden: Die Vernetzung unserer Haushaltsgeräte mit dem Internet. Kein Fernseher, keine Kaffeemaschine ist mehr sicher vor dem Vernetzungswahn, aber welche Vorteil und Nachteile bringt uns eigentlich ein Haus, dass ständig online ist?

Die Vorteile

Wer Amazons Alexa oder ein ähnliches Gerät hat, wird es als hilfreich empfinden, wenn man per Sprache Informationen abfragen kann und Geräte steuert. Gerade die Vernetzung mit der Haussteuerung ist bequem, wenn man vom Sofa aus mit einem Ruf das Licht ein- oder ausschalten kann oder den Herd vorwärmt. Kameras, die verdächtige Bewegungen melden und eine Nachricht schicken sowie Sensoren, die bei Rauch oder zu hohen Temperaturen Alarm schlagen können sogar Leben retten.

Unser Smartuhren können dabei helfen, noch gesünder zu leben, der Mixer kann uns erinnern, dass wir lange Zeit keinen Fruchtsaft mehr gemacht haben, und die Zahnbürste kann unseren Nachwuchs anrufen und zurück ins Bad holen, wenn nicht lange genug geputzt wurde. Apropos geputzt: Roboter putzen unser Haus und schicken einen Bericht aufs Telefon, wenn sie fertig sind. Bald werden Drohnen Pakete bringen und ein andere Roboter diese ins Haus befördern, wenn er den Code gescannt und überprüft hat.

Die Nachteile

Wer sein Haus mit dem Internet verbindet macht es damit auch anfällig für digitale Einbrecher. Viele Geräteanbieter sehen die Sicherheit nicht als die höchste Priorität und so finden sich in vielen Produkte große Lücken, die Hacker ausnutzen können.

Aber selbst wenn man den Kühlschrank vor fremden Zugriff schützen kann, produziert man doch eine Unmenge an Daten über sich selbst. Und wissen wir wirklich, was Amazon mit jeder Abfrage macht, die wir Alexa schicken? Wir machen unser Haus transparent für jedermann, und geben unsere Privatsphäre mit einem Mausklick auf.

Wir sollten uns zumindest der Möglichkeit bewusst sein, das Technik eben nicht perfekt ist und ein ferngesteuerter Ofen auch mal überhitzen kann.